Kategorie: Presse und Öffentlichkeit

Acht neue ehrenamtliche Mitarbeiter

Der Tod gehört zum Leben. Viele Menschen beschäftigen sich nicht gerne mit diesem Thema. Doch es gibt Menschen, die sich gerade den Fragen, Problemen und besonderen Situationen dieser Lebensphase widmen und Anderen hilfreich zur Seite stehen.

Die ehrenamtlichen und lebenserfahrenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hospizbewegung in Ratingen begleiten schwer kranke Menschen zu Hause, in Seniorenheimen und im Krankenhaus.

Im Rahmen einer intensiven Ausbildung über 6 Monate werden die Ehrenamtlichen auf ihre Aufgaben vorbereitet und erhalten auch nach der Ausbildung stets Unterstützung durch die hauptamtlichen Koordinatorinnen.

Am 13.2.2017  ging wieder ein Kurs zu Ende und acht Teilnehmer, darunter zwei Männer, bekamen durch die Hospizbewegung Ratingen in einer Feierstunde ihre Zertifikate überreicht. Damit beginnt für diese engagierten Menschen nun offiziell ihre ehrenamtliche Tätigkeit als Hospizmitarbeiter.

Die acht „neuen“ Hospizmitarbeiter bilden nun mit den „alten“ und schon lange aktiven Ehrenamtlichen ein engagiertes Team von über 70 Mitarbeitern. Anfang 2018 startet wieder ein neuer Ausbildungskurs.

 

 

 

Verstärkung im Team

Unser Team hat Verstärkung bekommen! Zum 1. Januar diesen Jahres ist Judith Kohlstruck  nach Ratingen zurückgekehrt. Hierzu der Beitrag in der Rheinischen Post für Sie.

Neujahrslauf 2017

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Neujahrslauf 2017

Laufen für eine gute Idee

In diesem Jahr war die Hospizbewegung wieder, diesmal zum 7. Mal, mit fast 30 Läufern auf der Strecke am Start. Traditionell beginnen die Hospizläufer das Jahr  mit dem Neujahrslauf, was schon ein schönes Ritual geworden ist. Dem Wetter geschuldet und krankheitsbedingt starteten sie leider in abgeschwächter Läufermenge.

Thomas Tremmel,stellvertretender Leiter der Ratinger Feuerwehr, lief allen voran vorne weg, so dass er als erster Ratinger für die Hospizbewegung durchs Ziel ging.

Die Läufer haben sich tapfer geschlagen, bei Eisschnee und Kälte!

Alle Läufer haben aber nur einen Wunsch, das Thema Tod und Sterben positiv nach außen zu tragen,   nicht zu tabuisieren und an die Öffentlichkeit zu bringen.

Mit viel Durchhaltevermögen und Spaß an der Freud, vor allem am Laufen und an der Bewegung an der frischen Luft,  sind die Läufer aus dem Marathonteam Ratingen, dem Turnverein Ratingen und viele Unabhängige wieder gemeinsam mit gleichen T-Shirts an den Start gegangen.

Ein wichtiges Anliegen der Hospizarbeit ist es, Sterben, Tod und Trauer in unserer Gesellschaft zu thematisieren und eine Auseinandersetzung in Gang zu bringen, um gleichzeitig offen nach Gestaltungs- und Unterstützungsmöglichkeiten in dieser schweren Lebenszeit zu suchen.

In der Hospizbewegung Ratingen engagieren sich Menschen,  die in unserer Gesellschaft das Thema Sterben und Tod nicht verschweigen wollen. Für die Mitarbeitenden bedeutet Sterben ein Teil des Lebens,  den Menschen in seiner Würde zu achten, bis zur letzten Lebensphase. Sie treten ein für Lebensqualität bis zum Tod und sie lassen Trauer für jeden Menschen zu, denn niemand soll allein gelassen und ohne menschliche Wärme und Nähe sterben.

 

Scheckübergabe des Prinzenpaares

Nach dem sonnigen Karnevalszug in der letzten Woche konnte das Prinzenpaar Peter I. und Renate I. noch ein weiteres Mal für ein freudiges Ereignis sorgen. Durch ihren Spendenaufruf während der Session kam die stattliche Summe von 5858,58 Euro zusammen. Dieses “ hilfreiche Geld“ wurde nach dem Karnevalszug zu gleichen Teilen an Frau Martina Rubarth von der Hospizbewegung Ratingen und Frau Kornelia Schröder vom Kinderschutzbund Ratingen übergeben. “ Die Kinder werden es dem Prinzenpaar danke,“ freut sich Frau Schröder über diese Spende und Frau Rubarth ergänzte “ wir sind für jede Zuwendung von Herzen dankbar und können das Geld so gut gebrauchen.“

Für Renate und Peter Krümmel war es eine Herzensangelegenheit: “ Die einen sorgen sich um Kinder, die anderen um ältere Menschen. Genau daher haben wir diese beiden Organisationen bedacht und möchten uns hier bei allen Spendern recht herzlich bedanken.

Zahngoldspende

 

18 Ratinger Zahnärztinnen und Zahnärzte haben ihre Patienten gebeten, ihr Zahngold für einen guten Zweck zu spenden.Das gesammelte Edelmetall wurde „zu Geld gemacht“ und dieses wurde zum achten Mal an die Hopsizbewegung Ratingen weitergeleitet. Der Vorsitzende Heinz- Josef Breuer sowie die Koordinatorinnen Martina Rubarth und Barbara Stulgies empfingen am gestrigen Mittwoch, dem 13.04.16, eine Abordnung der Zahnärzte zur (symbolischen) Spendenübergabe im Hospizbüro hoch über dem Marktplatz. Nahezu schwindelerregend hoch ist auch die Summe, die diesmal gespendet wurde: 84000 Euro! „Damit kommen wir unserem Ziel, ein stationäres Hospiz in Ratingen zu bauen und zu betreiben wieder einen großen Schritt näher“, freute sich Heinz- Josef Breuer. “ Drei Viertel des Weges haben wir schon geschafft.“

Die Zahngoldspende kommt aber nicht alleine diesem Zweck zugute. “ Auch die Trauerarbeit profitiert davon. Wir schaffen gerade neue Angebote für Eltern, deren Kinder an Krebs gestorben sind  und für trauernde Kinder“, betonte Martina Rubarth. Für die Aus- und Fortbildung der ehren- und hauptamtlichen Hospiz- Mitarbeiter werden ebenfalls laufend Mittel benötigt. Und so ging ein herzliches Dankeschön von Heinz- Josef Breuer an die Zahnärzte und ihre Patienten. Die Dentisten wiederum betonten, dass sich ihrer Initiative jederzeit weitere Praxen anschliessen könnten. Dann kann das stationäre Hospiz vielleicht schneller als heute gedacht realisiert werden.

http://www.rp-online.de/nrw/staedte/ratingen/stadtgespraech/aerzte-sammeln-zahngold-spenden-aid-1.5913898

 

 

 

 

Puppen helfen Kindern bei der Trauer

Die Hospizbewegung Ratingen hat jetzt ein spezielles Angebot für Mädchen und Jungen entwickelt.

Koordinatorin Martina Rubarth von der Hospizbewegung zeigt einige Materialien, um mit trauernden Kindern ins Gespräch zu kommen.

Der Verlust eines nahen Angehörigen oder guten Freundes ist hart. Unter der Trauer leiden Körper und Psyche. Damit das nicht zum Problem wird, leistet die Hospizbewegung Ratingen Hilfe. „Einzelarbeit in allen Altersklassen machen wir schon länger“, sagt Martina Rubarth. Nun haben die leitende Koordinatorin und Team das Angebot um die Kindertrauergruppe KITS erweitert.

„Das ist nur folgerichtig“, beschreibt Martina Rubarth die Komplettierung. „Wir begleiten Alleinstehende und Familien schon lange.“ Weil sich Gespräche in den Erwachsenengruppen als „hilfreich und stärkend für die Betroffenen erwiesen“ haben, entwickelte sich die Idee, das gleiche Modell auch für Kinder und Jugendliche anzubieten. Denn in der familiären Kette sind es beispielsweise auch Enkel oder Nichten, die trauern.

Und Kinder trauern anders, reagieren mitunter verstört auf einen solch herben Verlust oder sind nicht ansprechbar. In speziellen Fortbildungen haben sich Martina Rubarth und insgesamt 15 Ehrenamtler auf die neuen Aufgaben vorbereitet. Denn oft ist es mehr ein „Erspüren, wie dem Kind geholfen werden kann“. In der Gruppe erfahren die Betroffenen, dass Reaktionen wie Tränen und das Gefühl, allein gelassen worden zu sein, kein Einzelfall sind, sondern, dass es auch anderen so ergeht.

Mit Fingerspitzengefühl und tatsächlich spielerisch soll Zugang gefunden werden. Dazu sind verschiedene neue Medien angeschafft worden, um an die Kinder heranzukommen. Aus der Schatzkiste können Gegenstände gefischt werden, die an den Verstorbenen erinnern. Knete zur Gestaltung von Figuren liegt ebenso bereit wie Farbstifte zum Malen, und mit Handpuppen können in Rollenspielen Situationen und Momente nachgestellt werden.

So etwas wie das Herzstück sind die sogenannten Monsterkarten. Sie heißen nicht wegen eines überdimensionierten Formats so, sondern weil auf ihnen putzige Monster in verschiedenen Gefühlslagen abgebildet sind. Um die eigene Stimmung zu beschreiben, können Motive, auf denen das Monster verängstigt, aufgelöst, hilflos oder überwältigt wirkt, ausgewählt werden. „Wir interpretieren nicht die Bilder. Sondern die Kinder bekommen damit die Chance, sich ohne große Worte ausdrücken zu können.“

Speziell für die Anschaffung von Spiel- und Bastelmaterialien sowie Sitzgelegenheiten in Form von Matten haben die Hospizler eine Spendensumme im vierstelligen Bereich investiert. „Es war mir immer wichtig, den Fokus auf Kinder zu legen“, sagt Martina Rubarth. Sie ist nicht nur Mutter und Großmama, sie ist gelernte Sozialarbeiterin. „Kinder müssen gesehen werden – mit ihren Gefühlen.“

Deutlich weist sie darauf hin: „Wir sind keine Trauma-Therapeuten, sondern Trauerbegeleiter.“ Neuerdings auch für Kinder.

http://www.rp-online.de/nrw/staedte/ratingen/puppen-helfen-kindern-bei-der-trauer-aid-1.5887272

Für den guten Zweck gelaufen

http://www.rp-online.de/nrw/staedte/ratingen/stadtgespraech/neujahrlauf-2016-der-hospizlaeufer-ratingen-thomas-tremmel-gewinnt-aid-1.5684143

Auch die Ratinger Hospiz-Bewegung war mit einer Gruppe beim großen Neujahrslauf vertreten.

Auch die Ratinger Hospiz-Bewegung war mit einer Gruppe beim großen Neujahrslauf vertreten.

 

Das Jahr mit einer schönen Laufveranstaltung positiv zu beginnen, ist für die Hospizläufer mittlerweile ein schönes Ritual geworden. Diesmal waren 45 Aktive beim Neujahrslauf dabei. Thomas Tremmel lief vorne weg, stellvertretender Leiter der Feuerwehr. Er kam als erster Ratinger für die Hospizbewegung durchs Ziel.

Alle Läufer haben aber nur einen Wunsch: Das Thema Tod und Sterben nicht zu tabuisieren, sondern es an die Öffentlichkeit zu bringen. Mit viel Durchhaltevermögen und Spaß an der Freud, vor allem am Laufen und an der Bewegung an der frischen Luft, sind die Läufer aus dem Marathonteam Ratingen, dem Turnverein Ratingen und viele Unabhängige wieder gemeinsam mit gleichen T-Shirts an den Start gegangen.

Ein wichtiges Anliegen der Hospizarbeit ist es, Sterben, Tod und Trauer in der Gesellschaft zu thematisieren und eine Auseinandersetzung in Gang zu bringen. In der Hospizbewegung Ratingen engagieren sich Menschen, die Sterben und Tod nicht verschweigen wollen. Für die Mitarbeitenden bedeutet Sterben ein Teil des Lebens und den Menschen in seiner Würde zu achten, bis zur letzten Lebensphase. Sie treten ein für Lebensqualität bis zum Tod und sie lassen Trauer für jeden Menschen zu, denn niemand soll allein gelassen und ohne Wärme und Nähe sterben. Das Sterben wird als ein Teil des Lebens betrachtet, der nicht verdrängt werden muss oder darf. Den letzten Lebensabschnitt durch Zuwendung mit Sinn zu erfüllen, ist einer der wichtigsten Grundsätze der Hospizarbeit.

Im Mittelpunkt stehen der Kranke und seine Angehörigen mit ihren körperlichen, sozialen, seelischen und spirituellen Bedürfnissen. Die Begleitung erfolgt aus freiem Willen und unabhängig von Herkunft, Stellung, religiöser Überzeugung und dergleichen.

 

Neujahrslauf – Hospizbewegung bewegt sich

 

Am 8. Januar 2017 startet ab 11 Uhr  wieder der inzwischen traditionelle Ratinger Neujahrslauf. Dann heißt es in Bewegung kommen für Jung und Alt. Auch die Hopsizbewegung Ratingen wird ihrem Namen alle Ehre machen, fast 20 Läuferinnen und Läufer starten in diesem Jahr  in ihrem Namen, klar zu erkennen an den weißen T-Shirts mit dem Logo der Hopsizbewegung.

„Wir sehen in dieser Aktiv-Veranstaltung zum Jahresbeginn einen guten Start, die Arbeit in 2017 mit gewohntem Schwung fortzusetzen,“ so Martina Rubarth, die Koordinatorin,“ besonders freue ich mich darauf, auch diesmal wieder dabei zu sein.“

Wir hoffen, dass das Wetter mitspielt und zahlreiche Zuschauer den Neujahrslauf mit ihrem Besuch unterstützen. Wir freuen uns auf Sie!

 

Kompanie spendet für die Hospizbewegung

Die Grenadier-Kompanie der St. Sebastiani Bruderschaft spenden für die Hospizbewegung

http://www.rp-online.de/nrw/staedte/ratingen/stadtgespraech/kompanie-spendet-fuer-die-hospizbewegung-aid-1.5654977

Koordinatorin Martina Rubarth freut sich über die Spende, übergeben von Wilfried Szuzies
Koordinatorin Martina Rubarth freut sich über die Spende, übergeben von Wilfried Szuzies

Über die Spende in Höhe von 800 Euro, die die Grenadier-Kompanie der St. Sebastiani-Bruderschaft, übergeben durch Wilfired Szuzies, in diesem Jahr gesammelt haben, freut sichMartina Rubarth, die Koordinatorin der Hospizbewegung: „Das ist eine schöne Anerkennung unserer Arbeit und kommt der Betreuung der Familien und vor allem der Kindertrauerarbeit zu Gute“.

Die Hospizbewegung in Ratingen bekommt zwar Zuschüsse von der Krankenkasse, diese reichen aber bei weitem nicht aus, um immer wieder neue Projekte zu initiieren.

Im nächsten Jahr ist das eine Kindertrauergruppe für Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren, die in der Gruppe erleben können, dass Gleichaltrige ebenfalls trauern. Ein weiteres neues Angebot ist eine Trauergruppe für Eltern, deren Kinder durch eine onkologische Erkrankung gestorben sind.

„Wir möchten nicht nur der Sebastiani-Bruderschaft für ihre großartige Spende danken, sondern allen kleinen und großen Spendern in diesem Jahr“, sagt dankbar der Vorsitzende Heinz Josef Breuer der Hospizbewegung.

Quelle: RP

 

 

Neun neue Mitarbeiter für die Hopsizbewegung

 

Der Tod gehört zum Leben. Viele Menschen beschäftigen sich nicht gerne mit diesem Thema. Doch es gibt Menschen, die sich gerade den Fragen, Problemen und besonderen Situationen dieser Lebensphase widmen und Anderen hilfreich zur Seite stehen.

Die ehrenamtlichen und lebenserfahrenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hospizbewegung in Ratingen begleiten schwer kranke Menschen zu Hause, in Seniorenheimen und im Krankenhaus.

Im Rahmen einer intensiven Ausbildung über 9 Monate werden die Ehrenamtlichen auf ihre Aufgaben vorbereitet und erhalten auch nach der Ausbildung stets Unterstützung durch die hauptamtlichen Koordinatorinnen.

Am 30.11.2015 ging wieder ein Kurs zu Ende und neun Teilnehmer, darunter ein Mann, bekamen durch die Hospizbewegung Ratingen in einer Feierstunde ihre Zertifikate überreicht. Damit beginnt für diese engagierten Menschen nun offiziell ihre ehrenamtliche Tätigkeit als Hospizmitarbeiter.

Die neun  neuen“  Hospizmitarbeiter bilden nun mit den „alten“  und schon lange aktiven Ehrenamtlichen ein engagiertes Team von über 70 Mitarbeitern. Im September 2016 startet wieder ein neuer Ausbildungskurs.

Die Palliativmedizin rückt ins Blickfeld

 

Sterbehilfe: Hospizkoordinatorin Martin Rubarth lobt Gesetzesänderung als richtige Entscheidung.

http://www.rp-online.de/nrw/staedte/ratingen/die-palliativmedizin-rueckt-ins-blickfeld-aid-1.5564002

Geschäftsmäßige Sterbehilfe ist in Deutschland künftig strafbar. Nach ausführlicher Debatte setzte sich jetzt im Bundestag ein entsprechender Gesetzentwurf klar durch. „Es ist ein wesentlicher Schritt in die richtige Richtung“, lobt Martina Rubarth die Entscheidung über eine zuvor kontrovers diskutierten Gewissensfrage.

„Die Entscheidung bedeutet zweierlei“, sagt die Koordinatorin der Ratinger Hospizbewegung. Einerseits ist es ein neues Gesetz. Einzelpersonen dürfen demnach künftig keine Beihilfe zum Suizid als Dienstleistung anbieten. Andererseits wird mehr Geld für die Palliativmedizin bereit gestellt. „So wird die Palliativmedizin gefördert und so kann die Hospizbegleitung ausgebaut werden.“

Denn: „Beratung und Aufklärung sind das Wichtigste.“ Seit 20 Jahren ist Rubarth in der Hospizarbeit tätig, weiß nicht nur theoretisch, wovon sie spricht, sondern kennt unterschiedliche Beispiele aus der Praxis. Ein großes Thema sind Furcht vor Schmerz. Diese diffusen Ängste müsse keiner mehr haben, „da hat sich in der Pallativmedizin viel getan“. Gleiches gelte für die Sorge, die Kontrolle zu verlieren und vor allem, allein gelassen zu werden. Letzteres lässt das engmaschige Netz von Ärzten, Pflegern und Ehrenamtlern in der Hospiz-Bewegung, wenn man die Angebote annimmt, nicht zu. „Wir sind nicht erst da, wenn ein Leben zu Ende geht“, beschreibt sie das individuelle Angebot. Lange bevor Patienten in existenzielle Not geraten, greift – auf Wunsch – die Hospiz-Betreuung bei Martina Rubarth und ihren Mitstreitern. Dabei geht es allen auch um den Schutz von sterbenskranken Menschen vor gefährlichem Druck. Nämlich dem Irrglauben, vorzeitig aus dem Leben scheiden zu müssen, weil es keine Alternative gäbe. So wie es Einrichtungen wie die von Roger Kusch als Vorsitzenden geleiteten Vereins „Sterbehilfe Deutschland“ bislang machten. Und auch andere bislang straffrei, aber gegen gutes Geld geschäftsmäßige Suizidassistenz leisteten.

Als starkes Zeichen für den Lebensschutz wird die Umstrukturierung begrüßt. Die komplette Refinanzierung der Hospizaufgaben – momentan gibt es nur Fördergelder – wäre ein weiterer Meilenstein. Gleiches gilt für das Thema Trauerarbeit.

Denn auch hier finden Aufklärung und Betreuung statt, die bislang von entsprechend ausgebildeten Ehrenamtlern getragen wird. „Da kommen noch weitere Aufgaben auf uns zu.“ Der Faktor Zeit spielt bei allem Umgang mit todkranken eine wesentliche Rolle. Doch die ist und bleibt unbezahlbar.

Quelle: RP