Kategorie: Aktuelles zu den Angeboten

Aromaöle in der Trauer- und Sterbebegleitung

Die Hospizbewegung Ratingen e.V bietet seit einiger Zeit auch die Anwendung

von Aromaölen in Trauer- und Sterbebegleitungen an.

Ob als Raumduft, zur Inhalation oder zur Massage – die naturreinen ätherischen Öle können Symptome lindern, Mut machen, Erinnerungen wecken oder Seelentröster sein.

Viele verschiedene Düfte stehen zur Verfügung, die individuell gemischt oder nach Rezept von unseren geschulten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern angewendet werden können.

 

Neue Trauergruppe bietet Kindern Halt

Neue_TrauergruppeArtikel in der Rheinischen Post vom 18. Februar 2015:

 

Ratingen. Bei der Hospizbewegung sind 15 Ehrenamtler speziell für den Umgang mit jungen Menschen ausgebildet. Von Karl Ritter

Wenn ein Mensch stirbt, ist das für diejenigen, die zurück bleiben, immer schlimm. Schon Erwachsene haben es schwer, Tod und Sterben zu verstehen, für Kinder können die Erlebnisse unter Umständen aber sogar noch einschneidender sein. „Deshalb ist es besonders wichtig, mit ihnen offen, ehrlich und authentisch über den Tod zu sprechen, sie dem Alter entsprechend in die Situation einzubeziehen“, sagt Martina Rubarth, Koordinatorin der Hospizbewegung. Regelmäßig hält sie Vorträge über Trauerarbeit bei Kindern oder hilft, wenn es einen Todesfall in der Familie gegeben hat: „Ich habe erlebt, dass Kinder in der Situation letztlich völlig sich selbst überlassen waren. Das ist fatal, denn sie kriegen ja mit, dass um sie herum etwas passiert, was nicht alltäglich ist.“

In der Hospizbewegung gibt es nun 15 Ehrenamtler, die speziell zum Kinder-Trauerbegleiter ausgebildet wurden. Für den Herbst soll es sogar ein regelmäßiges Angebot geben, so Rubarth: „Wir planen eine Kindertrauergruppe. Dabei geht es gar nicht so sehr darum, vor allen über das Erlebte zu sprechen. Vielmehr sollen die Kinder und Jugendlichen merken, dass sie mit ihren Gefühlen nicht alleine sind.“ Denn das, was sie durchmachen, nachzuempfinden, ist nur Altersgenossen möglich, die ähnliches erlebt haben. Allerdings gibt es auch Fälle, bei denen die Hilfe durch die Hospizbewegung nicht reicht, klärt Rubarth auf: „Wenn der Tod durch Gewalt, einen Unfall oder einen Selbstmord eintritt, ist eine psychologische Unterstützung ratsam. Dafür gibt es speziell ausgebildete Therapeuten, die mit den Kindern arbeiten und so verhindern können, dass sich hier etwas verfestigt, was für das spätere Leben schwerwiegende Folgen haben kann.“ Erleben Kinder Tod in ihrem Umfeld, sind verschiedene Reaktionen möglich -dazu gehört auch durchaus einmal aggressiveres Verhalten. Doch auch hier ist genaue Beobachtung gefragt: „Trauernde Kinder wechseln sehr schnell zwischen Spielen und Aggression. Das ist nicht unnormal. Verstärkt sich dieses Verhalten aber immer mehr und richtet sich gegen das Kind selbst, ist schnelles Handeln erforderlich“, so die Expertin. Übrigens merken Kinder schon sehr früh, dass etwas Ungewöhnliches passiert. Selbst im Säuglingsalter können sie so etwas schon realiseren. Mit drei Jahren ist es möglich, dass zuhause die ersten Fragen nach Tod und Sterben kommen. „Es ist wichtig, dass Thema nicht zu tabuisieren und den Kindern die Fragen zu beantworten“, rät Rubarth. Das lasse sich zum Beispiel gut mit Naturerlebnissen verbinden, wenn also ein Tier stirbt. Ungeschickt seien dabei aber Formulierungen wie „Der Hase schläft jetzt im Himmel“.

Das könne im Zweifel dazu führen, dass das Kind eine Angst vor dem Schlafen entwickelt, weil es damit verbindet, dass man plötzlich weg ist. Problematisch sind Situationen, in denen das Kind sieht, dass die Eltern traurig sind, es daran aber nicht teilhaben lassen.
Sätze wie „Dafür bist Du noch zu klein“ fallen da oft. Sinnvoll wäre es eher, das Kind mit einzubinden, es zum Beispiel die Briefe für die Trauerkarten beschriften zu lassen.

Doch nicht nur dem Elternhaus kommt in solchen Fällen eine große Bedeutung zu. Die Hospizbewegung versucht verstärkt, auch Schulen und Kindergärten zu sensibilisieren: „Der Tod gehört zum Leben dazu. Das müssen Kinder so früh wie möglich lernen.“

 

Lesen Sie hier den vollständigen Artikel in der Rheinischen Post.

 

Hospizbewegung Ratingen bekommt Verstärkung

Ab dem 01. November 2012 unterstützt zusätzlich Frau Birgitta Zöfelt, examinierte Kinderkrankenschwester, als weitere Koordinatorin das Büroteam der Hospizbewegung Ratingen.
Nach ihrer mehrjährigen Tätigkeit auf der Intensivstation und der fachlichen Weiterbildung in Palliative Care wird sie künftig in Teilzeit Martina Rubarth in der Bearbeitung und Koordination der immer größeren Zahl von Anfragen an die Hospizbewegung Ratingen entlasten, und parallel ihr berufsbegleitendes Studium zu Lehre und Management im Gesundheitswesen fortführen.

Lesen Sie hier den Artikel der Rheinischen Post.