Kategorie: Presse und Öffentlichkeit

Wie wollen wir sterben? Was würden wohl Jugendliche antworten, die ihr Leben vor sich haben ?

Aber auch;  „Wie wird die Antwort von alten Menschen sein, die wissen, dass wohl nur noch ein paar Jahre Leben vor ihnen liegen?” Wen könnte man denn dazu befragen?

Unsere Kooperationspartner,  die Alteneinrichtungen der St. Marien Krankenhaus GmbH in Ratingen, die seit vielen Jahren eine enge Kooperation mit der Liebfrauenschule Ratingen haben!

Hier haben sich oft schon Schülerinnen und Schüler mit Senioren der Heime in Gesprächen ausgetauscht. Heimleiter Horst Ramm und Sozialarbeiterin Frau Claudia Lewandowski halfen uns weiter (hier nochmal ein dickes Dankeschön) und knüpften den Kontakt zu Frau Pierczyk, Religionslehrerin einer 10ten Klasse der Liebfrauenschule.

Unsere Koordinatorin Judith Kohlstruck stellte  der Klasse die Arbeit der Hospizbewegung vor, die Schülerinnen überlegten sich im Anschluss Fragen. Am 12. Juni 2019 trafen sich rund 20 Schülerinnen  mit drei Senioren in drei Gesprächsgruppen. Schnell kam man zum Thema “ Leben, Sterben, Tod“ in überraschend  lockere Gespräche.

Nach dem Besuch im Altersheim möchte Frau Kohlstruck von den Schülerinnen wissen, ob und inwieweit die Gespräche etwas bei ihnen bewirkt haben. Die Schülerinnen waren  beeindruckt von der Lebensfreude und dem Lebensmut auch angesichts erlittener Schicksalsschläge der Senioren.

„Man muss sich gar nicht über alles so einen Kopf machen; was ist schon eine schlechte Note auf dem Zeugnis? Ich will jetzt gelassener und positiver in die Zukunft schauen“ , “Ich habe jetzt weniger Angst, über den Tod nachzudenken und zu sprechen.“ waren eine der vielen Antworten der Schülerinnen.

Alles in allem freut die Hospizbewegung sich über den regen Austausch der Generationen  anläßlich des Besuches.  Das Anliegen der Hospizbewegung war auch , Berührungsängste zu nehmen. Dies scheint gelungen. Gerne werden wir zu einem anderen Zeitpunkt weitere Besuche dieser Art planen.

Erfolgreiches Benefizkonzert mit Isabelle Kusari und Jun Zhao

Am vergangenen Sonntag, den 2.Juni 19, war es wieder soweit: in der Friedenskirche in der Hegelstraße konnten wir Frau Isabelle Kusari und Herrn Jun Zhao zu unserem Benefizkonzert begrüßen. Mehr als 50 Gäste, fast schon eine feste Fangemeinschaft, ließen sich von dem heißen Wetter nicht beirren und hatten so das Vergnügen, einem wunderbaren Konzert lauschen zu dürfen.

In gewohnter Weise hatte Frau Kusari liebevoll Texte und Lieder um das Thema „Was ist Liebe? aus verschiedenen Epochen und Ländern gewählt und auf ihre charmante Art dargeboten. Die herrliche Akustik in der Friedenskirche und die virtuose Unterstützung durch den preisgekrönten Pianisten Jun Zhao taten ihr Übriges. Das ein oder andere Lied lud zum Mitsingen ein und die Zeit verging wie im Flug. Die Zuhörer dankten es mit großzügigen Spenden von insgesamt 625,80 Euro.

Unser herzlicher Dank gilt der evangelischen Kirche für die Bereitstellung der Friedenkirche. Dank auch an den Küster, der für das leibliche Wohl der Gäste sorgte.

Unser besonderer Dank geht an Frau Isabelle Kusari und Herrn Jun Zhao. Beide sagten unmittelbar zu, unsere Arbeit auch im nächsten Jahr mit einem Benefizkonzert zu unterstützen. Wir hoffen, dies ebenfalls wieder in der Friedenskirche halten zu können. Und wir dürfen jetzt schon gespannt sein, welchem Thema sich Frau Kusari widmen wird.

“Wie wollen Sie sterben?”…..

….ist eine Frage, mit der die Hospizbewegung sich in diesem Jahr intensiv beschäftigt und auch Thema des nächsten Freundesbriefes. Deshalb machte sich eine kleine Abordnung des Arbeitskreises vergangenen Donnerstag, 16. Mai 19,  auf den Weg: das „letzte Hemd“ am Körper und Plakate zum Thema vor der Brust, in unserer Innenstadt Bürger und Bürgerinnen nach ihren Vorstellungen zu befragen.

Anfangs teils überrascht, war das Echo der Befragten durchweg positiv. Es kamen viele interessante Gespräche zustande. Zusammenfassend wurde diese Aktion sehr begrüßt, denn tatsächlich wurde festgestellt, dass man sich mit dem eigenen Tod bis dato gar nicht auseinandergesetzt habe. Zufrieden mit den Resultaten wird der Arbeitskreis die gesammelten Eindrücke im Freundesbrief verarbeiten. Man darf  gespannt sein.

 

Death Comedy: Der Tod-“Zeitlos” in der Ratinger Trauerhalle des Beerdigungsinstitutes >Heimkehr<

Am vergangenen Freitag lud uns Herr Jacob , Beerdigungsinstitut Heimkehr, zu einem amüsanten Comedy-Abend ein; Aus Sicht des “Herrn Tod” und seiner Assistentin  “Exitussi” erhielten wir Gäste  äußerst unterhaltsame Eindrücke seines Arbeitsalltages  aus seiner Perspektive.  Wir bedanken uns sehr herzlich für den schönen Abend und besonders für die Spenden zugunsten der Hospizbewegung , die uns abschließend überreicht wurden.

Erfolgreicher Weihnachtsmarkt 2018

Am vergangenen Sonntag ließen es sich unsere ehrenamtlichen Mitarbeiter nicht nehmen, auf dem Weihnachtsmarkt der Kirchengemeinde  Sankt Peter und Paul trotz des schlechten Wetters Leckereien und andere Kleinigkeiten zugunsten der Hospizbewegung zu verkaufen. Dabei kamen Einnahmen von rund  300,00 € zustande. Herzlichen Dank für diesen Einsatz.

“Eine Millionen Sterne” für eine gerechtere Welt

Die Solidarität für Menschen in Not – hier und weltweit – bekundeten am 17. November viele Ratinger Bürgerinnen und Bürger zentral auf dem Kirchplatz von St. Peter und Paul. Diese Veranstaltung wurde  wie bereits in den vergangenen Jahren organisiert durch den Stadt-Caritaskreis. Viele Sterne in allen Formen und Farben, dargestellt mittels Kerzen leuchteten auf dem Platz; neben Herrn  Keppler der Caritas, Herrn Gassen als Gemeindereferent  der Pfarrei St. Peter und Paul und Herrn Bürgermeister Pesch trugen auch Kindergärten und viele andere, so  auch die Hosizbewegung mit Texten und Liedern zu dieser stimmungsvollen Veranstaltung bei. 

Welthospiztag 2018: “Weil Du wichtig bist”

 

Der Welthospiztag  2018 fand  fand am Samstag den 13.10.2018 unter dem Motto „Weil du wichtig bist!“ statt. Damit schlug der Deutsche Hospiz und Pallitativerband eine Brücke zum internationalen Motto „Because I matter“ und stellte die gelebte Erfahrung von schwerstkranken und sterbenden Menschen in den Fokus  des Welthospiztages 2018. Über die hospizliche Arbeit informierten  in der Ratinger Fußgängerzone Mitarbeiter und Ehrenamtliche der Ratinger Hospizbewegung sowie des St. Marien Seniorenheims mit an einem Infostand. Seit 2003 besteht eine intensive Zusammenarbeit beider Institutionen in der Begleitung von Bewohnerinnen und Bewohnern der Seniorenheime. Im St. Marien Seniorenheim wird außerdem seit über zehn Jahren eine spezialisierte Abteilung für Menschen mit einem besonderen Bedarf an palliativer Pflege / hospizlicher Betreuung angeboten.

 

Erfolgreiches Benefizkonzert “Was Ostpreußen ausmacht”

Mehr als 500 Euro Spendeneinnahmen kamen bei dem Benefizkonzert am 30. September 2018  im Friedrich-Trimbornsaal der städtischen Musikschule zusammen. Zum wiederholten Male sang die bekannte  Mezzosopranistin Isabelle Kusari zu Gunsten der Hospizbewegung Ratingen e.V.

Isabelle Kusari
Jun Zhao

In diesem Jahr begeisterte sie das Publikum mit einer musikalischen und literarischen Reise durch die Geschichte und Kultur Ostpreußens. Musikalisch begleitet wurde sie von dem preisgekrönten Pianisten Jun Zhao.

 

Peter Beyer MdB zu Besuch bei der Hospizbewegung Ratingen

Auf Einladung der Vorsitzenden Ingrid Overbeck besuchte der Bundestagsabgeordnete Peter Beyer am 13. Juli 2018 die Hospizbewegung Ratingen, um die ambulante und stationäre Hospizarbeit in Ratingen kennenzulernen.

Ingrid Overbeck, Ida Pfankuchen und Brigitte Toppe informierten den Abgeordneten über Ausbildung und Haltung der ehrenamtlichen Mitarbeiter, die Geschichte der Hospizbewegung Ratingen und künftige Herausforderungen in der Begleitung von Menschen, die aufgrund einer fortschreitenden, lebensbegrenzenden Erkrankung mit Sterben und Tod konfrontiert sind.

Peter Beyer würdigte das ehrenamtliche Engagement des seit 1995 bestehenden Vereins und war sehr interessiert am konkreten Angebot der hospizlichen Begleitung, die in Familien, im Krankenhaus, in den Altenheimen und stationär im Palliativen Bereich des St. Marien Seniorenheims in Ratingen geleistet wird.

Ingrid Overbeck betonte die Wichtigkeit der ehrenamtlichen Arbeit in der Begleitung, die auch zukünftig von der Politik weiter verankert werden müsse im Sinne einer sorgenden Gemeinschaft,  auch und gerade für Menschen an ihrem Lebensende.

Brigitte Toppe stellte ihre langjährige Arbeit als ehrenamtliche Mitarbeiterin bei den Menschen zu Hause oder auch im Krankenhaus vor: das Einlassen auf einen Menschen und seine Angehörigen, die Zugewandtheit, Letztverlässlichkeit und Verbindlichkeit aller Ehrenamtlichen in der Begleitung. Ohne Berechnung und Rechnung, als Geschenk an jeden, der anfragt.

Ida Pfankuchen berichtete von ihren langjährigen Erfahrungen aus der Perspektive der Pflegedienste.

Zum Ende des Besuches wies Peter Beyer auf die Verantwortung zur Verwirklichung des Ziels der Hospizbewegung hin:

„Jeder Mensch hat ein Recht auf ein Sterben unter würdigen Bedingungen“

und das notwendige Zusammenwirken aller Beteiligten für diese wichtige Aufgabe.

Zahnärzte sammeln für Hospizbewegung , 92.883,16 € Erlös

Seit 2006 spenden Ratinger Zahnärzte alle zwei Jahre den Erlös der Zahngoldspenden ihrer Patienten zugunsten des guten Zweckes.  Am 25. April 2018 war es wieder soweit: Dr. Brinkmann als ursprünglicher Initiator dieser Aktion übergab der Vorsitzenden Ingrid Overbeck den Erlös aus 6 kg Zahngold, stolze 92.883,16 € zugunsten der Hospizbewegung Ratingen. Die Freude darüber war sehr groß, da das Geld die Arbeit der Hospizbewegung in vielen Bereichen sichert.

Beteiligt an der Aktion waren Drs. Astrid Schwan-Wilhelmy und Dr. Matthias Bareis, Dr. Alicja Navatkowsky, Dr. Hagen Voigthaus, Drs. Pia Brüning und Katharina Thielmann, Drs. Anja-Vera und Michael Venne, Dr. Thomas Verbeck, Drs. Petra Böving und Dietmar Neumann, Drs. Wilhelm Vogelbusch und Philipp Moritz sowie Mirijana Bacelic und Claudia Volk, Dr. Heiko Antons, Dr. Evert Loxtermann, Dr. Christoph Hennig, Drs. Carolin und Wilfried Kostbahn, Dr. Jens Brauner, Dr. Bettina Lebba, Drs. Monika Boß und Laura Podolsky, Drs. Marga Bermann und Maria Kortenbruck. Vielen herzlichen Dank noch einmal von hier aus.

Lesen Sie dazu gern den Beitrag der Rheinischen Post .

http://www.rp-online.de/nrw/staedte/ratingen/zahnaerzte-sammeln-fuer-hospizbewegung-aid-1.7538298

 

Rheinische Post: Hier werden Sterbende eng begleitet

Am 24.4.2018 berichtete die Rheinische Post über die Kooperation des St. Marien Krankenhauses  mit der Hospizbewegung Ratingen. Chefarzt Dr. Markus Freistühler und  Koordinatorin Judith Kohlstruck informierten in dem Gespräch über die gut funktionierende Zusammenarbeit in der palliativen Betreuung schwerstkranker Menschen. Frau Kohlstruck berichtete auch über die wertvolle Arbeit der ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen und deren entsprechende Ausbildung. Lesen sie gerne dazu den folgenden Artikel:

https://www.hospizbewegung-ratingen.de/?p=2089

 

 

Alles regeln, solange man es kann: Vorsorgevollmacht, Betreuungs-und Patientenverfügung

In der Ausgabe 01/2018 der Ratinger Seniorenzeitung  “Aus unserer Sicht” hat Herr Schroeder, Mitarbeiter der Zeitung  “AuS ” , ein sehr informatives Interview zum Thema Vorsorgevollmacht,  Patienten-und Betreuungsverfügung  mit unserer ehrenamtlichen Mitarbeiterin Irmgard König geführt. Mit freundlicher Genehmigung des Herausgebers geben wir das Gespräch hier wieder:

Alles regeln, solange man es kann

 Vorsorgevollmacht, Patienten- und Betreuungsverfügung

Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung, Patientenverfügung – hört sich alles nach umständlichem Papierkram an, ist aber enorm wichtig. AuSMitarbeiter Jürgen Schroeder sprach darüber mit Irmgard König, Mitarbeiterin der Hospizbewegung Ratingen.

JS: Sie haben viel Erfahrung mit der Beratung von Menschen, die für den Fall vorsorgen wollen, dass sie wegen Krankheit oder Behinderung nicht mehr in der Lage sind ihre Angelegenheiten selbst zu regeln. Welche Punkte sind dabei besonders wichtig?

IK: Ich wundere mich immer wieder, wie wenige Menschen überhaupt einen Gedanken daran verschwenden, dass unser Leben endlich ist. Jeder sollte sich dessen bewusst sein und vorsorglich mit kompetenten Personen über Regelungen am Lebensende sprechen, das auch unerwartet in jungen Jahren kommen kann.

JS: Wie kommt man zu solch einem Gespräch?

IK: Bei der Hospizbewegung können sich Interessierte in unserem Büro in der Bechemerstraße 1 telefonisch oder persönlich melden und einen Termin vereinbaren. Die Beratung ist kostenfrei. Wir suchen die Menschen zu Hause auf oder sprechen hier im Büro.

JS: Formulare für alle drei Verfügungen kann man sich aus dem Internet herunterladen oder bei caritativen Organisationen bekommen und dann selbst ausfüllen?

IK: Grundsätzlich ja, aber wegen der Kompliziertheit der medizinischen und ethischen Sachverhalte, besonders bei der Patientenverfügung, halte ich eine Beratung für unbedingt erforderlich. Die unterschiedlichen Vorlagen – christlich oder juristisch, kurz oder ausführlich – bedürfen der Erläuterung. Ein Gespräch dauert etwa eineinhalb Stunden. Auch andere Organisationen und Rechtsanwälte bieten Beratungen an.

JS: Können Sie ein paar Beispiele für in diesem Gespräch zu klärende Fragen nennen?

JK: Es gibt viele wichtige Fragen: Welche der verschiedenen Textvorlagen zur Patientenverfügung passen zu mir? Welche Verfügungen sollen beim Notar abgefasst werden? Wann muss das Betreuungsgericht eingeschaltet werden? Wo werden die Verfügungen hinterlegt? Wann beginnt und wann endet die Gültigkeit der Verfügung? Wo lege ich meine Wünsche zum Sterbeort und zur Form der Beerdigung nieder? Wie unterscheiden sich Betreuungsverfügung und Vorsorgevollmacht?

JS: Kann ich mir die Mühe auch sparen, nach Beratung diese Verfügungen selbst zu erstellen?

IK: Ja, eine Generalvollmacht eines Notars kann alle drei Verfügungen enthalten. Diese erspart aber nicht das eigene Nachdenken über die Fragen am Lebensende. Außerdem entstehen Kosten, die aber in manchen Fällen in Kauf genommen werden müssen.

JS: Eine ausführliche Darstellung aller Details der Verfügungen würde den Rahmen hier sprengen. Darum kann dieses Interview nur ein Anstoß sein, sich mit der Thematik eingehender zu beschäftigen. Herzlichen Dank für das Gespräch.

Was ist denn wofür?

 Begriffserklärungen

 Patientenverfügung: Eine schriftliche Verfügung, die Wünsche beziehungsweise die Ablehnung medizinischer Maß- nahmen regeln soll, falls man später einmal seinen Willen nicht mehr rechtsgültig äußern kann. Das kann zum Beispiel bei schwerer Altersdemenz, ausgeprägten Hirnschäden nach Schlaganfall, bei Koma oder schweren Suchterkrankungen geschehen.

Vorsorgevollmacht: In der Vorsorgevollmacht wird bestimmt, welche Person für einen handeln kann, falls man nicht mehr in der Lage ist, bestimmte Bereiche im Alltag selbst zu regeln – wie etwa Finanzen, das Wohnen (Beispiel: Umzug in ein Pflegeheim) oder die medizinische Behandlung in der Arztpraxis oder im Krankenhaus. Für Kredite, Handelsgeschäfte und die Ablehnung einer Erbschaft muss der Notar eingeschaltet werden. Banken fordern oft eine extra Vollmacht. Bei Grundstücksgeschäften ist eine Beglaubigung des Notars oder der Betreuungsbehörde der Kommune erforderlich. Die Vorsorgevollmacht kann eine vom Gericht angeordnete und überwachte Betreuung mit reichlich bürokratischer Arbeit im Normalfall vermeiden. Die Generalvollmacht erfordert keine Patientenverfügung extra. Auch die Betreuungsverfügung kann integriert werden. Die Generalvollmacht ist die umfassendste Form und sollte über den Tod hinaus gelten.

Betreuungsverfügung: Eine Betreuungsverfügung ist für den Fall wichtig, dass vom Betreuungsgericht eine Anordnung zur Betreuung ergangen ist, weil man wegen Behinderung oder Krankheit nicht in der Lage ist, seine alltäglichen Angelegenheiten selbst zu regeln. Durch diese Verfügung kann man eine Person seines Vertrauens bestimmen und die gerichtliche Einsetzung eines unbekannten Betreuers vermeiden. (JS)

 

Quelle: https://www.ratingen-seniorenrat.de/app/download/13892676833/AuS_2018_1_Seniorenzeitung.pdf?t=1537186887, Seite 13-15

Rheinische Post: Neue Vorstandsvorsitzende der Hospizbewegung, Frau Ingrid Overbeck

Am  6. November 2017 wurde der bisherige Vorstand der Hospizbewegung Ratingen entlastet. Nach vielen Jahren der Mitarbeit verabschiedeten sich Herr Günter Arnold und Herr Heinz-Josef Breuer in den Ruhestand.

Im Rahmen der Mitgliederversammlung wählten die Mitglieder Frau Ingrid Overbeck zur neuen Vorstandsvorsitzenden, zur stellvertretenden Vorsitzenden  Frau Dagmar Argow. Weiterhin unterstützt Dr. Mathias Bareis künftig die Arbeit der Hospizbewegung Ratingen. Lesen Sie  gern über die neue Vorsitzende  den Artikel der Rheinischen Post:

http://www.rp-online.de/nrw/staedte/ratingen/glaube-ist-ihr-lebensthema-aid-1.7317480

Silvesterlauf 2018

Am 7. Januar 2018 lud der ASC West zu dem inzwischen traditionellen Silvesterlauf in Ratingen ein. 1673 Läufer starteten zum Jubiläumslauf, zum 40. Mal.

Dabei waren nun schon zum 8. Mal wieder 30 Läufer auf der Strecke, die für den guten Zweck, für die Hospizbewegung starteten. Seit die Anmeldeliste im Oktober für die Hospizgruppe eröffnet ist,  gingen bei Sabine Weber viele Rückmeldungen von ihren Lauffreunden ein:

” Ich laufe nur 5 km…. Mein T-Shirt ist weg………Mein T-Shirt ist wieder da………Ich laufe doch 10 km….ich bin verletzt….ich bin wieder fit……ich laufe weniger……ich laufe mehr………” Per WhatsApp, per Mail oder am Telefon, auf allen Kanälen kamen die Informationen bei ihr an. Zeitweilig schwirrte ihr der Kopf, aber am Ende stand diese nette und äußerst lebendige Truppe auf gutem Fuß mit geschnürten Schuhen gemeinsam am Start. Die einen wollten ihre  persönliche Bestzeit erreichen, die anderen einfach nur dabei sein und den Spaß und die Gemeinschaft durch die Gruppe genießen. Einige wollten probieren,  ob sie die gewählte Strecke überhaupt schaffen.

Traditionell gemeinsam das Jahr mit einer schönen Laufveranstaltung positiv zu  beginnen ist für die Hospizläufer mittlerweile ein schönes Ritual geworden.  Alle Läufer haben aber den einen Wunsch:  das Thema Tod und Sterben positiv nach außen zu tragen,   nicht zu tabuisieren und an die Öffentlichkeit zu bringen.

Mit viel Durchhaltevermögen und Spaß an der Freud, vor allem am Laufen und an der Bewegung in der frischen Luft, sind Läufer aus dem Marathonteam Ratingen, dem Turnverein Ratingen sowie viele Unabhängige wieder gemeinsam mit den T-Shirts der Hospizbewegung als Symbol an den Start gegangen.

Die Hospizbewegung unterstützt, berät und begleitet Sterbende und Trauernde. Viele Menschen haben schon die Unterstützung der Hospizbewegung erfahren und schätzen gelernt. Ein wichtiges Anliegen der Hospizarbeit ist es, Sterben, Tod und Trauer in unserer Gesellschaft zu thematisieren und einen Austausch in Gang zu bringen, um gleichzeitig offen nach Gestaltungs- und Unterstützungsmöglichkeiten in dieser schweren Lebenszeit zu suchen.

In der Hospizbewegung Ratingen engagieren sich Menschen,  die in unserer Gesellschaft das Thema Sterben und Tod nicht verschweigen wollen. Für die Mitarbeitenden der Hospizbewegung bedeutet Sterben ein Teil des Lebens, den sterbenden Menschen in seiner Würde zu achten, bis zur letzten Lebensphase. Sie treten ein für Lebensqualität bis zum Tod und sie lassen Trauer für jeden Menschen zu, denn niemand soll allein gelassen und ohne menschliche Wärme und Nähe sterben.

So wird das Denken und Handeln im Sinne der Hospizidee, welche für die Humanisierung unserer Gesellschaft von größter Bedeutung ist, aktiv gefördert. Das Sterben wird als ein Teil des Lebens betrachtet, der nicht verdrängt werden muss oder darf. Den letzten Lebensabschnitt durch Zuwendung mit Sinn zu erfüllen ist einer der wichtigsten Grundsätze der Hospizarbeit.

Im Mittelpunkt der Hospizarbeit steht der Sterbende und seine Angehörigen mit ihren körperlichen, sozialen, seelischen und geistigen Bedürfnissen. Die Begleitung erfolgt immer aus freiem Willen und unabhängig von Herkunft, Stellung, religiöser Überzeugung und dergleichen. Die Hospizarbeit soll ein lebenswertes Leben in der Umgebung gewährleisten, in der der Mensch zu dieser Zeit lebt; zu Hause, im Krankenhaus, im Alten- oder Pflegeheim.

Die Hospizarbeit schließt auch die Begleitung der Angehörigen und Freunde mit ein, auf Wunsch auch über den Tod des Kranken hinaus, die sogenannte Trauerbegleitung. Die Begleitung geschieht in der fachübergreifenden Zusammenarbeit mit Ärzten, Pflegenden, Seelsorgern, Hilfsdiensten, Sozialarbeitern und Hospizmitarbeitern, insbesondere unter Einbeziehung ihrer Kenntnisse in Symptomkontrolle und Schmerztherapie (Palliativmedizin und -pflege). Nur durch diese Zusammenarbeit kann eine individuell optimale Begleitung realisiert werden. Ziel ist es, dem Menschen ein Leben mit möglichst wenig unnötigem Leid, umsorgt von Familie, Freunden und Mitmenschen zu bereiten. Der Kranke wird stets in seiner Würde als Mensch wahrgenommen. Die Achtung des Wertes jeden Lebens, die Bewahrung des Selbstbestimmungsrechts, die Respektierung der religiösen und ethischen Weltanschauung des Kranken sind Grundsätze des Hospizgedankens.

Die Hospizbewegung nimmt sich der Sterbenskranken, deren Angehörigen und der Trauernden an. Der Tod hatte und hat teilweise noch immer in der modernen, industrialisierten Welt wenig Platz.

( Text mit freundlicher Genehmigung von Frau Sabine Weber)