Die “tolle 13” geht an Bord

Nein, nicht eine Seeräubertruppe, sondern 13 frisch ausgebildete ehrenamtliche Hospizhelferinnen und –helfer haben im Juli ihre Arbeit bei der Hospizbewegung begonnen. 11 Frauen und 2 Männer im Alter von 34 bis 67 Jahren haben ein halbes Jahr an unserem Befähigungskurs teilgenommen.  Im ersten Teil des Kurses haben Sie sich mit ihrer eigenen Biographie, ihren lebensgeschichtlichen Erfahrungen von Verlusten, Tod und Trauer beschäftigt. Im zweiten Teil des Kurses wurden sie dann durch Fachreferenten in unterschiedlichen Themenbereichen geschult. Themen waren hierbei unter anderem: Palliativmedizin, Gesprächsführung, Patientenverfügung, aber auch der sensible Umgang mit Angehörigen und deren Nöten und die eigene Selbstsorge. Judith Kohlstruck hat als Koordinatorin den Kurs geleitet und war selbst als Referentin in einigen Themenfeldern tätig.

„Es macht immer wieder sehr viel Freude zu sehen, wie die Menschen sich untereinander öffnen, wie aus ihnen in diesen Wochen eine vertraute Gruppe wird. Das Besondere in diesem Jahr war, dass wir keinerlei Werbung für den Kurs machen mussten. Die Menschen meldeten sich alle von alleine bei uns im Büro und bewarben sich für den Kurs. Das zeigt, dass wir als Hospizbewegung eine gute Arbeit machen und inzwischen doch sehr bekannt sind. Außerdem kann man eine Entwicklung beobachten: unsere Mitarbeitenden werden immer jünger und mehr Männer wollen bei uns mitarbeiten, was mich sehr froh macht, da unsere männlichen Patienten sich oft Männer als Begleiter wünschen.

Alle 13 arbeiten nun nach dem Kursende mit. Sie haben die Gruppe der ehrenamtlichen Hospizmitarbeitenden auf über 70 Personen vergrößert.