Kategorie: Aktuelles

Welthospiztag 2018: “Weil Du wichtig bist”

 

Der Welthospiztag  2018 fand  fand am Samstag den 13.10.2018 unter dem Motto „Weil du wichtig bist!“ statt. Damit schlug der Deutsche Hospiz und Pallitativerband eine Brücke zum internationalen Motto „Because I matter“ und stellte die gelebte Erfahrung von schwerstkranken und sterbenden Menschen in den Fokus  des Welthospiztages 2018. Über die hospizliche Arbeit informierten  in der Ratinger Fußgängerzone Mitarbeiter und Ehrenamtliche der Ratinger Hospizbewegung sowie des St. Marien Seniorenheims mit an einem Infostand. Seit 2003 besteht eine intensive Zusammenarbeit beider Institutionen in der Begleitung von Bewohnerinnen und Bewohnern der Seniorenheime. Im St. Marien Seniorenheim wird außerdem seit über zehn Jahren eine spezialisierte Abteilung für Menschen mit einem besonderen Bedarf an palliativer Pflege / hospizlicher Betreuung angeboten.

 

Erfolgreiches Benefizkonzert “Was Ostpreußen ausmacht”

Mehr als 500 Euro Spendeneinnahmen kamen bei dem Benefizkonzert am 30. September 2018  im Friedrich-Trimbornsaal der städtischen Musikschule zusammen. Zum wiederholten Male sang die bekannte  Mezzosopranistin Isabelle Kusari zu Gunsten der Hospizbewegung Ratingen e.V.

Isabelle Kusari
Jun Zhao

In diesem Jahr begeisterte sie das Publikum mit einer musikalischen und literarischen Reise durch die Geschichte und Kultur Ostpreußens. Musikalisch begleitet wurde sie von dem preisgekrönten Pianisten Jun Zhao.

 

Peter Beyer MdB zu Besuch bei der Hospizbewegung Ratingen

Auf Einladung der Vorsitzenden Ingrid Overbeck besuchte der Bundestagsabgeordnete Peter Beyer am 13. Juli 2018 die Hospizbewegung Ratingen, um die ambulante und stationäre Hospizarbeit in Ratingen kennenzulernen.

Ingrid Overbeck, Ida Pfankuchen und Brigitte Toppe informierten den Abgeordneten über Ausbildung und Haltung der ehrenamtlichen Mitarbeiter, die Geschichte der Hospizbewegung Ratingen und künftige Herausforderungen in der Begleitung von Menschen, die aufgrund einer fortschreitenden, lebensbegrenzenden Erkrankung mit Sterben und Tod konfrontiert sind.

Peter Beyer würdigte das ehrenamtliche Engagement des seit 1995 bestehenden Vereins und war sehr interessiert am konkreten Angebot der hospizlichen Begleitung, die in Familien, im Krankenhaus, in den Altenheimen und stationär im Palliativen Bereich des St. Marien Seniorenheims in Ratingen geleistet wird.

Ingrid Overbeck betonte die Wichtigkeit der ehrenamtlichen Arbeit in der Begleitung, die auch zukünftig von der Politik weiter verankert werden müsse im Sinne einer sorgenden Gemeinschaft,  auch und gerade für Menschen an ihrem Lebensende.

Brigitte Toppe stellte ihre langjährige Arbeit als ehrenamtliche Mitarbeiterin bei den Menschen zu Hause oder auch im Krankenhaus vor: das Einlassen auf einen Menschen und seine Angehörigen, die Zugewandtheit, Letztverlässlichkeit und Verbindlichkeit aller Ehrenamtlichen in der Begleitung. Ohne Berechnung und Rechnung, als Geschenk an jeden, der anfragt.

Ida Pfankuchen berichtete von ihren langjährigen Erfahrungen aus der Perspektive der Pflegedienste.

Zum Ende des Besuches wies Peter Beyer auf die Verantwortung zur Verwirklichung des Ziels der Hospizbewegung hin:

„Jeder Mensch hat ein Recht auf ein Sterben unter würdigen Bedingungen“

und das notwendige Zusammenwirken aller Beteiligten für diese wichtige Aufgabe.

Zahnärzte sammeln für Hospizbewegung , 92.883,16 € Erlös

Seit 2006 spenden Ratinger Zahnärzte alle zwei Jahre den Erlös der Zahngoldspenden ihrer Patienten zugunsten des guten Zweckes.  Am 25. April 2018 war es wieder soweit: Dr. Brinkmann als ursprünglicher Initiator dieser Aktion übergab der Vorsitzenden Ingrid Overbeck den Erlös aus 6 kg Zahngold, stolze 92.883,16 € zugunsten der Hospizbewegung Ratingen. Die Freude darüber war sehr groß, da das Geld die Arbeit der Hospizbewegung in vielen Bereichen sichert.

Beteiligt an der Aktion waren Drs. Astrid Schwan-Wilhelmy und Dr. Matthias Bareis, Dr. Alicja Navatkowsky, Dr. Hagen Voigthaus, Drs. Pia Brüning und Katharina Thielmann, Drs. Anja-Vera und Michael Venne, Dr. Thomas Verbeck, Drs. Petra Böving und Dietmar Neumann, Drs. Wilhelm Vogelbusch und Philipp Moritz sowie Mirijana Bacelic und Claudia Volk, Dr. Heiko Antons, Dr. Evert Loxtermann, Dr. Christoph Hennig, Drs. Carolin und Wilfried Kostbahn, Dr. Jens Brauner, Dr. Bettina Lebba, Drs. Monika Boß und Laura Podolsky, Drs. Marga Bermann und Maria Kortenbruck. Vielen herzlichen Dank noch einmal von hier aus.

Lesen Sie dazu gern den Beitrag der Rheinischen Post .

http://www.rp-online.de/nrw/staedte/ratingen/zahnaerzte-sammeln-fuer-hospizbewegung-aid-1.7538298

 

Rheinische Post: Hier werden Sterbende eng begleitet

Am 24.4.2018 berichtete die Rheinische Post über die Kooperation des St. Marien Krankenhauses  mit der Hospizbewegung Ratingen. Chefarzt Dr. Markus Freistühler und  Koordinatorin Judith Kohlstruck informierten in dem Gespräch über die gut funktionierende Zusammenarbeit in der palliativen Betreuung schwerstkranker Menschen. Frau Kohlstruck berichtete auch über die wertvolle Arbeit der ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen und deren entsprechende Ausbildung. Lesen sie gerne dazu den folgenden Artikel:

https://www.hospizbewegung-ratingen.de/?p=2089

 

 

Alles regeln, solange man es kann: Vorsorgevollmacht, Betreuungs-und Patientenverfügung

In der Ausgabe 01/2018 der Ratinger Seniorenzeitung  “Aus unserer Sicht” hat Herr Schroeder, Mitarbeiter der Zeitung  “AuS ” , ein sehr informatives Interview zum Thema Vorsorgevollmacht,  Patienten-und Betreuungsverfügung  mit unserer ehrenamtlichen Mitarbeiterin Irmgard König geführt. Mit freundlicher Genehmigung des Herausgebers geben wir das Gespräch hier wieder:

Alles regeln, solange man es kann

 Vorsorgevollmacht, Patienten- und Betreuungsverfügung

Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung, Patientenverfügung – hört sich alles nach umständlichem Papierkram an, ist aber enorm wichtig. AuSMitarbeiter Jürgen Schroeder sprach darüber mit Irmgard König, Mitarbeiterin der Hospizbewegung Ratingen.

JS: Sie haben viel Erfahrung mit der Beratung von Menschen, die für den Fall vorsorgen wollen, dass sie wegen Krankheit oder Behinderung nicht mehr in der Lage sind ihre Angelegenheiten selbst zu regeln. Welche Punkte sind dabei besonders wichtig?

IK: Ich wundere mich immer wieder, wie wenige Menschen überhaupt einen Gedanken daran verschwenden, dass unser Leben endlich ist. Jeder sollte sich dessen bewusst sein und vorsorglich mit kompetenten Personen über Regelungen am Lebensende sprechen, das auch unerwartet in jungen Jahren kommen kann.

JS: Wie kommt man zu solch einem Gespräch?

IK: Bei der Hospizbewegung können sich Interessierte in unserem Büro in der Bechemerstraße 1 telefonisch oder persönlich melden und einen Termin vereinbaren. Die Beratung ist kostenfrei. Wir suchen die Menschen zu Hause auf oder sprechen hier im Büro.

JS: Formulare für alle drei Verfügungen kann man sich aus dem Internet herunterladen oder bei caritativen Organisationen bekommen und dann selbst ausfüllen?

IK: Grundsätzlich ja, aber wegen der Kompliziertheit der medizinischen und ethischen Sachverhalte, besonders bei der Patientenverfügung, halte ich eine Beratung für unbedingt erforderlich. Die unterschiedlichen Vorlagen – christlich oder juristisch, kurz oder ausführlich – bedürfen der Erläuterung. Ein Gespräch dauert etwa eineinhalb Stunden. Auch andere Organisationen und Rechtsanwälte bieten Beratungen an.

JS: Können Sie ein paar Beispiele für in diesem Gespräch zu klärende Fragen nennen?

JK: Es gibt viele wichtige Fragen: Welche der verschiedenen Textvorlagen zur Patientenverfügung passen zu mir? Welche Verfügungen sollen beim Notar abgefasst werden? Wann muss das Betreuungsgericht eingeschaltet werden? Wo werden die Verfügungen hinterlegt? Wann beginnt und wann endet die Gültigkeit der Verfügung? Wo lege ich meine Wünsche zum Sterbeort und zur Form der Beerdigung nieder? Wie unterscheiden sich Betreuungsverfügung und Vorsorgevollmacht?

JS: Kann ich mir die Mühe auch sparen, nach Beratung diese Verfügungen selbst zu erstellen?

IK: Ja, eine Generalvollmacht eines Notars kann alle drei Verfügungen enthalten. Diese erspart aber nicht das eigene Nachdenken über die Fragen am Lebensende. Außerdem entstehen Kosten, die aber in manchen Fällen in Kauf genommen werden müssen.

JS: Eine ausführliche Darstellung aller Details der Verfügungen würde den Rahmen hier sprengen. Darum kann dieses Interview nur ein Anstoß sein, sich mit der Thematik eingehender zu beschäftigen. Herzlichen Dank für das Gespräch.

Was ist denn wofür?

 Begriffserklärungen

 Patientenverfügung: Eine schriftliche Verfügung, die Wünsche beziehungsweise die Ablehnung medizinischer Maß- nahmen regeln soll, falls man später einmal seinen Willen nicht mehr rechtsgültig äußern kann. Das kann zum Beispiel bei schwerer Altersdemenz, ausgeprägten Hirnschäden nach Schlaganfall, bei Koma oder schweren Suchterkrankungen geschehen.

Vorsorgevollmacht: In der Vorsorgevollmacht wird bestimmt, welche Person für einen handeln kann, falls man nicht mehr in der Lage ist, bestimmte Bereiche im Alltag selbst zu regeln – wie etwa Finanzen, das Wohnen (Beispiel: Umzug in ein Pflegeheim) oder die medizinische Behandlung in der Arztpraxis oder im Krankenhaus. Für Kredite, Handelsgeschäfte und die Ablehnung einer Erbschaft muss der Notar eingeschaltet werden. Banken fordern oft eine extra Vollmacht. Bei Grundstücksgeschäften ist eine Beglaubigung des Notars oder der Betreuungsbehörde der Kommune erforderlich. Die Vorsorgevollmacht kann eine vom Gericht angeordnete und überwachte Betreuung mit reichlich bürokratischer Arbeit im Normalfall vermeiden. Die Generalvollmacht erfordert keine Patientenverfügung extra. Auch die Betreuungsverfügung kann integriert werden. Die Generalvollmacht ist die umfassendste Form und sollte über den Tod hinaus gelten.

Betreuungsverfügung: Eine Betreuungsverfügung ist für den Fall wichtig, dass vom Betreuungsgericht eine Anordnung zur Betreuung ergangen ist, weil man wegen Behinderung oder Krankheit nicht in der Lage ist, seine alltäglichen Angelegenheiten selbst zu regeln. Durch diese Verfügung kann man eine Person seines Vertrauens bestimmen und die gerichtliche Einsetzung eines unbekannten Betreuers vermeiden. (JS)

 

Quelle:  file:///C:/Users/Hosspiz/Downloads/AuS_2018_1_Seniorenzeitung%20.pdf  , Seite 13-15

Rheinische Post: Neue Vorstandsvorsitzende der Hospizbewegung, Frau Ingrid Overbeck

Am  6. November 2017 wurde der bisherige Vorstand der Hospizbewegung Ratingen entlastet. Nach vielen Jahren der Mitarbeit verabschiedeten sich Herr Günter Arnold und Herr Heinz-Josef Breuer in den Ruhestand.

Im Rahmen der Mitgliederversammlung wählten die Mitglieder Frau Ingrid Overbeck zur neuen Vorstandsvorsitzenden, zur stellvertretenden Vorsitzenden  Frau Dagmar Argow. Weiterhin unterstützt Dr. Mathias Bareis künftig die Arbeit der Hospizbewegung Ratingen. Lesen Sie  gern über die neue Vorsitzende  den Artikel der Rheinischen Post:

http://www.rp-online.de/nrw/staedte/ratingen/glaube-ist-ihr-lebensthema-aid-1.7317480

Silvesterlauf 2018

Am 7. Januar 2018 lud der ASC West zu dem inzwischen traditionellen Silvesterlauf in Ratingen ein. 1673 Läufer starteten zum Jubiläumslauf, zum 40. Mal.

Dabei waren nun schon zum 8. Mal wieder 30 Läufer auf der Strecke, die für den guten Zweck, für die Hospizbewegung starteten. Seit die Anmeldeliste im Oktober für die Hospizgruppe eröffnet ist,  gingen bei Sabine Weber viele Rückmeldungen von ihren Lauffreunden ein:

” Ich laufe nur 5 km…. Mein T-Shirt ist weg………Mein T-Shirt ist wieder da………Ich laufe doch 10 km….ich bin verletzt….ich bin wieder fit……ich laufe weniger……ich laufe mehr………” Per WhatsApp, per Mail oder am Telefon, auf allen Kanälen kamen die Informationen bei ihr an. Zeitweilig schwirrte ihr der Kopf, aber am Ende stand diese nette und äußerst lebendige Truppe auf gutem Fuß mit geschnürten Schuhen gemeinsam am Start. Die einen wollten ihre  persönliche Bestzeit erreichen, die anderen einfach nur dabei sein und den Spaß und die Gemeinschaft durch die Gruppe genießen. Einige wollten probieren,  ob sie die gewählte Strecke überhaupt schaffen.

Traditionell gemeinsam das Jahr mit einer schönen Laufveranstaltung positiv zu  beginnen ist für die Hospizläufer mittlerweile ein schönes Ritual geworden.  Alle Läufer haben aber den einen Wunsch:  das Thema Tod und Sterben positiv nach außen zu tragen,   nicht zu tabuisieren und an die Öffentlichkeit zu bringen.

Mit viel Durchhaltevermögen und Spaß an der Freud, vor allem am Laufen und an der Bewegung in der frischen Luft, sind Läufer aus dem Marathonteam Ratingen, dem Turnverein Ratingen sowie viele Unabhängige wieder gemeinsam mit den T-Shirts der Hospizbewegung als Symbol an den Start gegangen.

Die Hospizbewegung unterstützt, berät und begleitet Sterbende und Trauernde. Viele Menschen haben schon die Unterstützung der Hospizbewegung erfahren und schätzen gelernt. Ein wichtiges Anliegen der Hospizarbeit ist es, Sterben, Tod und Trauer in unserer Gesellschaft zu thematisieren und einen Austausch in Gang zu bringen, um gleichzeitig offen nach Gestaltungs- und Unterstützungsmöglichkeiten in dieser schweren Lebenszeit zu suchen.

In der Hospizbewegung Ratingen engagieren sich Menschen,  die in unserer Gesellschaft das Thema Sterben und Tod nicht verschweigen wollen. Für die Mitarbeitenden der Hospizbewegung bedeutet Sterben ein Teil des Lebens, den sterbenden Menschen in seiner Würde zu achten, bis zur letzten Lebensphase. Sie treten ein für Lebensqualität bis zum Tod und sie lassen Trauer für jeden Menschen zu, denn niemand soll allein gelassen und ohne menschliche Wärme und Nähe sterben.

So wird das Denken und Handeln im Sinne der Hospizidee, welche für die Humanisierung unserer Gesellschaft von größter Bedeutung ist, aktiv gefördert. Das Sterben wird als ein Teil des Lebens betrachtet, der nicht verdrängt werden muss oder darf. Den letzten Lebensabschnitt durch Zuwendung mit Sinn zu erfüllen ist einer der wichtigsten Grundsätze der Hospizarbeit.

Im Mittelpunkt der Hospizarbeit steht der Sterbende und seine Angehörigen mit ihren körperlichen, sozialen, seelischen und geistigen Bedürfnissen. Die Begleitung erfolgt immer aus freiem Willen und unabhängig von Herkunft, Stellung, religiöser Überzeugung und dergleichen. Die Hospizarbeit soll ein lebenswertes Leben in der Umgebung gewährleisten, in der der Mensch zu dieser Zeit lebt; zu Hause, im Krankenhaus, im Alten- oder Pflegeheim.

Die Hospizarbeit schließt auch die Begleitung der Angehörigen und Freunde mit ein, auf Wunsch auch über den Tod des Kranken hinaus, die sogenannte Trauerbegleitung. Die Begleitung geschieht in der fachübergreifenden Zusammenarbeit mit Ärzten, Pflegenden, Seelsorgern, Hilfsdiensten, Sozialarbeitern und Hospizmitarbeitern, insbesondere unter Einbeziehung ihrer Kenntnisse in Symptomkontrolle und Schmerztherapie (Palliativmedizin und -pflege). Nur durch diese Zusammenarbeit kann eine individuell optimale Begleitung realisiert werden. Ziel ist es, dem Menschen ein Leben mit möglichst wenig unnötigem Leid, umsorgt von Familie, Freunden und Mitmenschen zu bereiten. Der Kranke wird stets in seiner Würde als Mensch wahrgenommen. Die Achtung des Wertes jeden Lebens, die Bewahrung des Selbstbestimmungsrechts, die Respektierung der religiösen und ethischen Weltanschauung des Kranken sind Grundsätze des Hospizgedankens.

Die Hospizbewegung nimmt sich der Sterbenskranken, deren Angehörigen und der Trauernden an. Der Tod hatte und hat teilweise noch immer in der modernen, industrialisierten Welt wenig Platz.

( Text mit freundlicher Genehmigung von Frau Sabine Weber)

Radiobeitrag Radio Neandertal: Himmel und Erde

Am 1. November 2017 stellte Frau Annette Florin bei Radio Neandertal in einem kurzen Beitrag die Schwerpunkte unserer Arbeit vor. Sie finden diesen Beitrag unter dem genanntem Link in den Beiträgen 2017, 1.11.2017. Hören sie gerne, was die Arbeit der Koordinatorinnen Judith Kohlstruck und Martina Rubarth “mit einem macht” und  wie Petra Eifler-Ahlbach zu ihren Aufgaben in der Hospizbewegung Ratingen gekommen ist. 

https://www.radioneandertal.de/aktuell/info/infos_1929.html

Welthospiztag 2017

Welthospiztag am 14.10.2017 – Der weltweite Aktionstag

1988 hat das Princess Alice Hospiz in London das erste Mal vor seinen Toren ein Konzert veranstaltet, um in der Öffentlichkeit auf seine Arbeit aufmerksam zu machen und um Fördergelder ein zu werben. Daraus hat sich eine weltweite Aktion entwickelt:

Der Welthospiztag im Oktober.

Ziel dieses weltweiten Aktionstages ist es, die Hospizidee größeren Teilen der Bevölkerung zugänglich zu machen und den flächendeckenden Ausbau von Hospiz- und Palliativdiensten zu fördern. Hospize sowie die Hospiz- und Palliativarbeit insgesamt sollen einmal genauso selbstverständlich zu einer Stadt und einer Gemeinde gehören, wie Bibliotheken oder Freibäder.

Denn das Sterben geht alle an. Es ist ein Teil des Lebens.

Der Welthospiztag richtet unser Augenmerk auf eine Phase des Lebens, in der menschliche Zuwendung und Solidarität besonders gefordert sind. Die Hospizbewegung leistet hier Pionierarbeit. Angehörige, Pflegende und andere Helferinnen und Helfer brauchen Unterstützung, damit Menschen in den letzten Tagen und Wochen in Würde und Geborgenheit leben und sterben können.

Der internationale Hospiztag soll außerdem die Leistungen der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer würdigen. In Ratingen sind es 2017 bereits über 70 Menschen, die sich in ihrer Freizeit der Begleitung schwerstkranker und sterbender Mitmenschen widmen.  Die Hospizbewegung Ratingen e.V. wurde 1995 auf Initiative von Frau Hedwig Stinshoff und 20 engagierten Bürgerinnen und Bürgern gegründet.

Samstag 14.10.2017  10 bis 13.30 Uhr,  Informationsstand der Hospizbewegung, Fußgängerzone, Bechemer Str. 1

Informationen unter: Tel. 23847 oder www.hospizbewegung-ratingen.de

Öffentlicher Vortrag “Letzte Hilfe”-Projekt

Die Hospizbewegung Ratingen e.V. lädt am Donnerstag, den 5. Oktober um 18 Uhr im EvangelischenFamilienbildungswerk, Turmstr. 10, alle Ratinger Bürgerinnen und Bürger zu einem öffentlichen Vortrag des Palliativmediziners und Notarztes Dr. Georg Bollig ein.

Das Lebensende und Sterben macht uns Menschen oft hilflos. Die Hospizbewegung unterstützt seit 1995 in Ratingen schwerkranke und sterbende Menschen und ihre Angehörigen in der letzten Phase ihres Lebens. Dabei werden immer wieder Unsicherheiten im Umgang erlebt. Fragen der Angehörigen tauchen auf:  „Ich habe noch nie einen Toten gesehen, darf ich diesen berühren und was muss ich wann genau tun?“ oder „Meine Mutter hat vielleicht Durst, wie gehe ich damit um?“

Judith Kohlstruck, hauptamtliche Mitarbeiterin, antwortet darauf:“ Wir beruhigen die Menschen einerseits und andererseits geben wir auch konkrete Tipps, wie eine gute Mundpflege durch Befeuchten der Mundschleimhaut, das Durstgefühl nimmt.“

Aus diesem Wissen um die Unsicherheiten der Angehörigen, Nachbarn, Freunde, hat Dr. Bollig den Kurs „Letzte Hilfe“ entwickelt. In diesem werden Basiswissen, Orientierungen und einfache Handgriffe vermittelt. Sterbebegleitung ist keine Wissenschaft, sie ist auch in der Familie und der Nachbarschaft möglich. Grundwissen wird an die Hand gegeben und es wird ermutigt, sich Sterbenden zuzuwenden. Denn Zuwendung ist das, was wir alle am Lebensende am meisten brauchen.

„Wir freuen uns, dass wir Herrn Dr. Bollig für unseren öffentlichen Vortrag gewinnen konnten“, so Martina Rubarth, Koordinatorin der Hospizbewegung, „ich selbst bin immer schon auf Menschen in der letzten Lebensphase zugegangen und hatte nie Scheu vor den intensiven Begegnungen“. Heute arbeitet Frau Rubarth in einem Team von 70 Ehrenamtlichen und 6 hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Die Hand den sterbenden Menschen zu reichen erfordert ein bisschen Mut und Wissen. In letzte Hilfe Kursen wird genau das vermittelt.

Informationen unter Hospizbewegung Ratingen e.V.   23847

 

 

Ausbildung in der Sterbebegleitung

Ab dem 11. Januar 2018  startet die Hospsizbewegung Ratingen einen neuen Kurs für an der ehrenamtlichen Arbeit Interessierte . Die Ausbildung erstreckt sich über den Zeitraum eines halben Jahres . Mit einem Klick auf den unten genannten Link können Sie sich einen Überblick  über die Themen und Termine der Ausbildung  verschaffen.

Haben Sie Interesse, unser Team in der Zukunft in seiner oftmals nicht einfachen, aber doch wichtigen und immer erfüllenden Arbeit zu unterstützen?

Dann nehmen Sie doch bitte Kontakt mit uns auf!

Ausbildung Ehrenamtliche Terminübersicht 2018

 

Acht neue ehrenamtliche Mitarbeiter

Der Tod gehört zum Leben. Viele Menschen beschäftigen sich nicht gerne mit diesem Thema. Doch es gibt Menschen, die sich gerade den Fragen, Problemen und besonderen Situationen dieser Lebensphase widmen und Anderen hilfreich zur Seite stehen.

Die ehrenamtlichen und lebenserfahrenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hospizbewegung in Ratingen begleiten schwer kranke Menschen zu Hause, in Seniorenheimen und im Krankenhaus.

Im Rahmen einer intensiven Ausbildung über 6 Monate werden die Ehrenamtlichen auf ihre Aufgaben vorbereitet und erhalten auch nach der Ausbildung stets Unterstützung durch die hauptamtlichen Koordinatorinnen.

Am 13.2.2017  ging wieder ein Kurs zu Ende und acht Teilnehmer, darunter zwei Männer, bekamen durch die Hospizbewegung Ratingen in einer Feierstunde ihre Zertifikate überreicht. Damit beginnt für diese engagierten Menschen nun offiziell ihre ehrenamtliche Tätigkeit als Hospizmitarbeiter.

Die acht „neuen“ Hospizmitarbeiter bilden nun mit den „alten“ und schon lange aktiven Ehrenamtlichen ein engagiertes Team von über 70 Mitarbeitern. Anfang 2018 startet wieder ein neuer Ausbildungskurs.

 

 

 

Verstärkung im Team

Unser Team hat Verstärkung bekommen! Zum 1. Januar 2017 ist Judith Kohlstruck nach sechsjähriger Abwesenheit  nach Ratingen zurückgekehrt. Sie wird das Team als Koordinatorin unterstützen. Dabei kann Sie auf Erfahrungen in der Arbeit eines stationären Hospizes zurück greifen, weiterhin auf den Aufbau einer ähnlichen ambulanten Variante in Essen. Lesen Sie hierzu  gern den Beitrag in der Rheinischen Post:

http://www.rp-online.de/nrw/staedte/ratingen/koennerin-kommt-zurueck-nach-ratingen-aid-1.6582105