Kategorie: Aktuelles

Kleiner Mann mit großem Herz spendet 155 EURO für die Hospizbewegung

Natanael Hasselhoff ist erst 12 Jahre alt, lebt in Ratingen und spendet für die Hospizbewegung. Wie kommt ein Junge in dem Alter auf so eine Idee? Das wollten auch seine Eltern wissen. Natanael erzählte uns bei der Spendenübergabe seine Geschichte, die tatsächlich sehr kurz ist. Er nahm am 7. April 2019 am Citylauf in Lintorf teil und das mit ordentlich Motivation, denn vorab beschloss er, dass er nur laufe, wenn er gesponsert wird.

Gesagt getan! Er ging mit einer Liste herum und suchte Sponsoren. Voraussetzung war, dass er 5 km in 30 Minuten schaffen müsste. Diese Zeit schaffte Natanael mit etwas mehr als 28 Minuten und einem großen Grinsen im Gesicht: so konnte er von seinen Sponsoren das Geld einsammeln und uns, der Hospizbewegung, als Spende überreichen.

Seine Mutter informierte uns per E-Mail über den Spendenwunsch ihres Sohnes, stolze 155 Euro an die Hospizbewegung übergeben zu wollen. Den Jungen mit dem großen Herz mussten wir unbedingt persönlich kennen lernen und luden ihn in unsere Räume an der Bechemer Straße 1 ein. Der Vorstand selbst überreichte Natanael nach einem langen Gespräch eine Urkunde für sein Engagement, um sich für so viel Herz angemessen zu bedanken. Dank auch an alle Sponsoren, die Natanael unterstützt haben.

Death Comedy: Der Tod-“Zeitlos” in der Ratinger Trauerhalle des Beerdigungsinstitutes >Heimkehr<

Am vergangenen Freitag lud uns Herr Jacob , Beerdigungsinstitut Heimkehr, zu einem amüsanten Comedy-Abend ein; Aus Sicht des “Herrn Tod” und seiner Assistentin  “Exitussi” erhielten wir Gäste  äußerst unterhaltsame Eindrücke seines Arbeitsalltages  aus seiner Perspektive.  Wir bedanken uns sehr herzlich für den schönen Abend und besonders für die Spenden zugunsten der Hospizbewegung , die uns abschließend überreicht wurden.

Die “tolle 13” geht an Bord

Nein, nicht eine Seeräubertruppe, sondern 13 frisch ausgebildete ehrenamtliche Hospizhelferinnen und –helfer haben im Juli ihre Arbeit bei der Hospizbewegung begonnen. 11 Frauen und 2 Männer im Alter von 34 bis 67 Jahren haben ein halbes Jahr an unserem Befähigungskurs teilgenommen.  Im ersten Teil des Kurses haben Sie sich mit ihrer eigenen Biographie, ihren lebensgeschichtlichen Erfahrungen von Verlusten, Tod und Trauer beschäftigt. Im zweiten Teil des Kurses wurden sie dann durch Fachreferenten in unterschiedlichen Themenbereichen geschult. Themen waren hierbei unter anderem: Palliativmedizin, Gesprächsführung, Patientenverfügung, aber auch der sensible Umgang mit Angehörigen und deren Nöten und die eigene Selbstsorge. Judith Kohlstruck hat als Koordinatorin den Kurs geleitet und war selbst als Referentin in einigen Themenfeldern tätig.

„Es macht immer wieder sehr viel Freude zu sehen, wie die Menschen sich untereinander öffnen, wie aus ihnen in diesen Wochen eine vertraute Gruppe wird. Das Besondere in diesem Jahr war, dass wir keinerlei Werbung für den Kurs machen mussten. Die Menschen meldeten sich alle von alleine bei uns im Büro und bewarben sich für den Kurs. Das zeigt, dass wir als Hospizbewegung eine gute Arbeit machen und inzwischen doch sehr bekannt sind. Außerdem kann man eine Entwicklung beobachten: unsere Mitarbeitenden werden immer jünger und mehr Männer wollen bei uns mitarbeiten, was mich sehr froh macht, da unsere männlichen Patienten sich oft Männer als Begleiter wünschen.

Alle 13 arbeiten nun nach dem Kursende mit. Sie haben die Gruppe der ehrenamtlichen Hospizmitarbeitenden auf über 70 Personen vergrößert.

 

 

Erfolgreicher Weihnachtsmarkt 2018

Am vergangenen Sonntag ließen es sich unsere ehrenamtlichen Mitarbeiter nicht nehmen, auf dem Weihnachtsmarkt der Kirchengemeinde  Sankt Peter und Paul trotz des schlechten Wetters Leckereien und andere Kleinigkeiten zugunsten der Hospizbewegung zu verkaufen. Dabei kamen Einnahmen von rund  300,00 € zustande. Herzlichen Dank für diesen Einsatz.

Mitsubishi Electric unterstützt Hospizbewegung Ratingen

  • Scheck über 10.000 Euro zur Unterstützung der Arbeit überreicht
  • Hospizbewegung Ratingen e.V. auf Spenden zur Finanzierung der Arbeit angewiesen
  • Wertvolle Arbeit der Hospizbewegung immer wieder in Medien gewürdigt 

Ratingen, 13. November 2018 – Mit der diesjährigen Weihnachtsspende in Höhe von 10.000 Euro unterstützt Mitsubishi Electric, Living Environment Systems die Hospizbewegung Ratingen e.V.. Stellvertretend für das Unternehmen überreichte Gerd Hofer, Vertriebsleiter Deutschland einen Scheck an Ingrid Overbeck, Vorsitzende der Hospizbewegung Ratingen und Judith Kohlstruck, leitende Koordinatorin.

„Um unsere Arbeit für sterbende Menschen durchführen zu können, sind wir auf Spenden wie beispielsweise von Mitsubishi Electric angewiesen“, so Kohlstruck.

„Wir sehen unsere Weihnachtsspende in diesem Jahr ebenfalls als Anerkennung für die einfühlsame Begleitung von Sterbenden und ihren Angehörigen“, so Hofer. Das Ratinger Unternehmen verzichtet zugunsten der Unterstützung der örtlichen Hospizbewegung auf Kundenpräsente zum Jahresabschluss. „Wir handeln damit auch im Sinne unserer Kunden, die ein derartiges soziales Engagement genauso wie wir würdigen und durch ihren Verzicht einen Beitrag leisten“, so Hofer abschließend.

 

 

“Eine Millionen Sterne” für eine gerechtere Welt

Die Solidarität für Menschen in Not – hier und weltweit – bekundeten am 17. November viele Ratinger Bürgerinnen und Bürger zentral auf dem Kirchplatz von St. Peter und Paul. Diese Veranstaltung wurde  wie bereits in den vergangenen Jahren organisiert durch den Stadt-Caritaskreis. Viele Sterne in allen Formen und Farben, dargestellt mittels Kerzen leuchteten auf dem Platz; neben Herrn  Keppler der Caritas, Herrn Gassen als Gemeindereferent  der Pfarrei St. Peter und Paul und Herrn Bürgermeister Pesch trugen auch Kindergärten und viele andere, so  auch die Hosizbewegung mit Texten und Liedern zu dieser stimmungsvollen Veranstaltung bei. 

Gemeinschaftsstiftung der Sparkasse HRV spendet 1.300 Euro an die Hospizbewegung Ratingen e.V.

Am vergangenen Donnerstag überreichten Andrea Machost und Björn Schulte als Vertreter der Sparkasse HRV einen Scheck über 1.300 Euro an Ingrid Overbeck, Helmut Begall, Ida Pfankuchen, und Petra Eifler-Ahlbach von der Hospizbewegung Ratingen. Ingrid Overbeck dankte für die Spende des Stiftungsfonds Ratingen, durch den nun Finanzmittel für die vielfältigen Aufgaben in Ratingen bereit stehen, die von ehrenamtlichen Vereinen wie der Hospizbewegung Ratingen allein nicht aufgebracht werden können.

Die Hospizbewegung unterstützt, berät und begleitet Sterbende und Trauernde. Im Mittelpunkt der Arbeit stehen der Sterbende und seine Zugehörigen mit ihren körperlichen, sozialen, seelischen und geistigen Bedürfnissen. Die Begleitung erfolgt immer unabhängig von Herkunft, Stellung, religiöser Überzeugung und dergleichen. Die Begleitung durch die Hospizbewegung Ratingen soll ein lebenswertes Leben in der Umgebung gewährleisten, in der der Mensch zu dieser Zeit lebt: zu Hause, im Krankenhaus, im Alten- oder Pflegeheim.

Viele Menschen in Ratingen haben schon die Unterstützung der Hospizbewegung erfahren und schätzen gelernt. Für die vielen ehrenamtlichen Mitarbeitenden bedeutet Sterben ein Teil des Lebens, den sterbenden Menschen in seiner Würde zu achten, bis zur letzten Lebensphase.

Andrea Machost und Björn Schulte stellten im Gespräch die Wichtigkeit des Ehrenamtes heraus und würdigten die Arbeit und Aktivität der zahlreichen Vereine in Ratingen, die Verantwortung übernehmen und tragende Säulen in unserer Stadt-Gesellschaft sind. Man will auch weiter im Dialog bleiben über Projekte der Hospizbewegung wie „Letze Hilfe“ und Ansprache von jungen Menschen.

Welthospiztag 2018: “Weil Du wichtig bist”

 

Der Welthospiztag  2018 fand  fand am Samstag den 13.10.2018 unter dem Motto „Weil du wichtig bist!“ statt. Damit schlug der Deutsche Hospiz und Pallitativerband eine Brücke zum internationalen Motto „Because I matter“ und stellte die gelebte Erfahrung von schwerstkranken und sterbenden Menschen in den Fokus  des Welthospiztages 2018. Über die hospizliche Arbeit informierten  in der Ratinger Fußgängerzone Mitarbeiter und Ehrenamtliche der Ratinger Hospizbewegung sowie des St. Marien Seniorenheims mit an einem Infostand. Seit 2003 besteht eine intensive Zusammenarbeit beider Institutionen in der Begleitung von Bewohnerinnen und Bewohnern der Seniorenheime. Im St. Marien Seniorenheim wird außerdem seit über zehn Jahren eine spezialisierte Abteilung für Menschen mit einem besonderen Bedarf an palliativer Pflege / hospizlicher Betreuung angeboten.

 

Erfolgreiches Benefizkonzert “Was Ostpreußen ausmacht”

Mehr als 500 Euro Spendeneinnahmen kamen bei dem Benefizkonzert am 30. September 2018  im Friedrich-Trimbornsaal der städtischen Musikschule zusammen. Zum wiederholten Male sang die bekannte  Mezzosopranistin Isabelle Kusari zu Gunsten der Hospizbewegung Ratingen e.V.

Isabelle Kusari
Jun Zhao

In diesem Jahr begeisterte sie das Publikum mit einer musikalischen und literarischen Reise durch die Geschichte und Kultur Ostpreußens. Musikalisch begleitet wurde sie von dem preisgekrönten Pianisten Jun Zhao.

 

Peter Beyer MdB zu Besuch bei der Hospizbewegung Ratingen

Auf Einladung der Vorsitzenden Ingrid Overbeck besuchte der Bundestagsabgeordnete Peter Beyer am 13. Juli 2018 die Hospizbewegung Ratingen, um die ambulante und stationäre Hospizarbeit in Ratingen kennenzulernen.

Ingrid Overbeck, Ida Pfankuchen und Brigitte Toppe informierten den Abgeordneten über Ausbildung und Haltung der ehrenamtlichen Mitarbeiter, die Geschichte der Hospizbewegung Ratingen und künftige Herausforderungen in der Begleitung von Menschen, die aufgrund einer fortschreitenden, lebensbegrenzenden Erkrankung mit Sterben und Tod konfrontiert sind.

Peter Beyer würdigte das ehrenamtliche Engagement des seit 1995 bestehenden Vereins und war sehr interessiert am konkreten Angebot der hospizlichen Begleitung, die in Familien, im Krankenhaus, in den Altenheimen und stationär im Palliativen Bereich des St. Marien Seniorenheims in Ratingen geleistet wird.

Ingrid Overbeck betonte die Wichtigkeit der ehrenamtlichen Arbeit in der Begleitung, die auch zukünftig von der Politik weiter verankert werden müsse im Sinne einer sorgenden Gemeinschaft,  auch und gerade für Menschen an ihrem Lebensende.

Brigitte Toppe stellte ihre langjährige Arbeit als ehrenamtliche Mitarbeiterin bei den Menschen zu Hause oder auch im Krankenhaus vor: das Einlassen auf einen Menschen und seine Angehörigen, die Zugewandtheit, Letztverlässlichkeit und Verbindlichkeit aller Ehrenamtlichen in der Begleitung. Ohne Berechnung und Rechnung, als Geschenk an jeden, der anfragt.

Ida Pfankuchen berichtete von ihren langjährigen Erfahrungen aus der Perspektive der Pflegedienste.

Zum Ende des Besuches wies Peter Beyer auf die Verantwortung zur Verwirklichung des Ziels der Hospizbewegung hin:

„Jeder Mensch hat ein Recht auf ein Sterben unter würdigen Bedingungen“

und das notwendige Zusammenwirken aller Beteiligten für diese wichtige Aufgabe.

Zahnärzte sammeln für Hospizbewegung , 92.883,16 € Erlös

Seit 2006 spenden Ratinger Zahnärzte alle zwei Jahre den Erlös der Zahngoldspenden ihrer Patienten zugunsten des guten Zweckes.  Am 25. April 2018 war es wieder soweit: Dr. Brinkmann als ursprünglicher Initiator dieser Aktion übergab der Vorsitzenden Ingrid Overbeck den Erlös aus 6 kg Zahngold, stolze 92.883,16 € zugunsten der Hospizbewegung Ratingen. Die Freude darüber war sehr groß, da das Geld die Arbeit der Hospizbewegung in vielen Bereichen sichert.

Beteiligt an der Aktion waren Drs. Astrid Schwan-Wilhelmy und Dr. Matthias Bareis, Dr. Alicja Navatkowsky, Dr. Hagen Voigthaus, Drs. Pia Brüning und Katharina Thielmann, Drs. Anja-Vera und Michael Venne, Dr. Thomas Verbeck, Drs. Petra Böving und Dietmar Neumann, Drs. Wilhelm Vogelbusch und Philipp Moritz sowie Mirijana Bacelic und Claudia Volk, Dr. Heiko Antons, Dr. Evert Loxtermann, Dr. Christoph Hennig, Drs. Carolin und Wilfried Kostbahn, Dr. Jens Brauner, Dr. Bettina Lebba, Drs. Monika Boß und Laura Podolsky, Drs. Marga Bermann und Maria Kortenbruck. Vielen herzlichen Dank noch einmal von hier aus.

Lesen Sie dazu gern den Beitrag der Rheinischen Post .

http://www.rp-online.de/nrw/staedte/ratingen/zahnaerzte-sammeln-fuer-hospizbewegung-aid-1.7538298

 

Rheinische Post: Hier werden Sterbende eng begleitet

Am 24.4.2018 berichtete die Rheinische Post über die Kooperation des St. Marien Krankenhauses  mit der Hospizbewegung Ratingen. Chefarzt Dr. Markus Freistühler und  Koordinatorin Judith Kohlstruck informierten in dem Gespräch über die gut funktionierende Zusammenarbeit in der palliativen Betreuung schwerstkranker Menschen. Frau Kohlstruck berichtete auch über die wertvolle Arbeit der ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen und deren entsprechende Ausbildung. Lesen sie gerne dazu den folgenden Artikel:

https://www.hospizbewegung-ratingen.de/?p=2089

 

 

Alles regeln, solange man es kann: Vorsorgevollmacht, Betreuungs-und Patientenverfügung

In der Ausgabe 01/2018 der Ratinger Seniorenzeitung  “Aus unserer Sicht” hat Herr Schroeder, Mitarbeiter der Zeitung  “AuS ” , ein sehr informatives Interview zum Thema Vorsorgevollmacht,  Patienten-und Betreuungsverfügung  mit unserer ehrenamtlichen Mitarbeiterin Irmgard König geführt. Mit freundlicher Genehmigung des Herausgebers geben wir das Gespräch hier wieder:

Alles regeln, solange man es kann

 Vorsorgevollmacht, Patienten- und Betreuungsverfügung

Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung, Patientenverfügung – hört sich alles nach umständlichem Papierkram an, ist aber enorm wichtig. AuSMitarbeiter Jürgen Schroeder sprach darüber mit Irmgard König, Mitarbeiterin der Hospizbewegung Ratingen.

JS: Sie haben viel Erfahrung mit der Beratung von Menschen, die für den Fall vorsorgen wollen, dass sie wegen Krankheit oder Behinderung nicht mehr in der Lage sind ihre Angelegenheiten selbst zu regeln. Welche Punkte sind dabei besonders wichtig?

IK: Ich wundere mich immer wieder, wie wenige Menschen überhaupt einen Gedanken daran verschwenden, dass unser Leben endlich ist. Jeder sollte sich dessen bewusst sein und vorsorglich mit kompetenten Personen über Regelungen am Lebensende sprechen, das auch unerwartet in jungen Jahren kommen kann.

JS: Wie kommt man zu solch einem Gespräch?

IK: Bei der Hospizbewegung können sich Interessierte in unserem Büro in der Bechemerstraße 1 telefonisch oder persönlich melden und einen Termin vereinbaren. Die Beratung ist kostenfrei. Wir suchen die Menschen zu Hause auf oder sprechen hier im Büro.

JS: Formulare für alle drei Verfügungen kann man sich aus dem Internet herunterladen oder bei caritativen Organisationen bekommen und dann selbst ausfüllen?

IK: Grundsätzlich ja, aber wegen der Kompliziertheit der medizinischen und ethischen Sachverhalte, besonders bei der Patientenverfügung, halte ich eine Beratung für unbedingt erforderlich. Die unterschiedlichen Vorlagen – christlich oder juristisch, kurz oder ausführlich – bedürfen der Erläuterung. Ein Gespräch dauert etwa eineinhalb Stunden. Auch andere Organisationen und Rechtsanwälte bieten Beratungen an.

JS: Können Sie ein paar Beispiele für in diesem Gespräch zu klärende Fragen nennen?

JK: Es gibt viele wichtige Fragen: Welche der verschiedenen Textvorlagen zur Patientenverfügung passen zu mir? Welche Verfügungen sollen beim Notar abgefasst werden? Wann muss das Betreuungsgericht eingeschaltet werden? Wo werden die Verfügungen hinterlegt? Wann beginnt und wann endet die Gültigkeit der Verfügung? Wo lege ich meine Wünsche zum Sterbeort und zur Form der Beerdigung nieder? Wie unterscheiden sich Betreuungsverfügung und Vorsorgevollmacht?

JS: Kann ich mir die Mühe auch sparen, nach Beratung diese Verfügungen selbst zu erstellen?

IK: Ja, eine Generalvollmacht eines Notars kann alle drei Verfügungen enthalten. Diese erspart aber nicht das eigene Nachdenken über die Fragen am Lebensende. Außerdem entstehen Kosten, die aber in manchen Fällen in Kauf genommen werden müssen.

JS: Eine ausführliche Darstellung aller Details der Verfügungen würde den Rahmen hier sprengen. Darum kann dieses Interview nur ein Anstoß sein, sich mit der Thematik eingehender zu beschäftigen. Herzlichen Dank für das Gespräch.

Was ist denn wofür?

 Begriffserklärungen

 Patientenverfügung: Eine schriftliche Verfügung, die Wünsche beziehungsweise die Ablehnung medizinischer Maß- nahmen regeln soll, falls man später einmal seinen Willen nicht mehr rechtsgültig äußern kann. Das kann zum Beispiel bei schwerer Altersdemenz, ausgeprägten Hirnschäden nach Schlaganfall, bei Koma oder schweren Suchterkrankungen geschehen.

Vorsorgevollmacht: In der Vorsorgevollmacht wird bestimmt, welche Person für einen handeln kann, falls man nicht mehr in der Lage ist, bestimmte Bereiche im Alltag selbst zu regeln – wie etwa Finanzen, das Wohnen (Beispiel: Umzug in ein Pflegeheim) oder die medizinische Behandlung in der Arztpraxis oder im Krankenhaus. Für Kredite, Handelsgeschäfte und die Ablehnung einer Erbschaft muss der Notar eingeschaltet werden. Banken fordern oft eine extra Vollmacht. Bei Grundstücksgeschäften ist eine Beglaubigung des Notars oder der Betreuungsbehörde der Kommune erforderlich. Die Vorsorgevollmacht kann eine vom Gericht angeordnete und überwachte Betreuung mit reichlich bürokratischer Arbeit im Normalfall vermeiden. Die Generalvollmacht erfordert keine Patientenverfügung extra. Auch die Betreuungsverfügung kann integriert werden. Die Generalvollmacht ist die umfassendste Form und sollte über den Tod hinaus gelten.

Betreuungsverfügung: Eine Betreuungsverfügung ist für den Fall wichtig, dass vom Betreuungsgericht eine Anordnung zur Betreuung ergangen ist, weil man wegen Behinderung oder Krankheit nicht in der Lage ist, seine alltäglichen Angelegenheiten selbst zu regeln. Durch diese Verfügung kann man eine Person seines Vertrauens bestimmen und die gerichtliche Einsetzung eines unbekannten Betreuers vermeiden. (JS)

 

Quelle: https://www.ratingen-seniorenrat.de/app/download/13892676833/AuS_2018_1_Seniorenzeitung.pdf?t=1537186887, Seite 13-15

Rheinische Post: Neue Vorstandsvorsitzende der Hospizbewegung, Frau Ingrid Overbeck

Am  6. November 2017 wurde der bisherige Vorstand der Hospizbewegung Ratingen entlastet. Nach vielen Jahren der Mitarbeit verabschiedeten sich Herr Günter Arnold und Herr Heinz-Josef Breuer in den Ruhestand.

Im Rahmen der Mitgliederversammlung wählten die Mitglieder Frau Ingrid Overbeck zur neuen Vorstandsvorsitzenden, zur stellvertretenden Vorsitzenden  Frau Dagmar Argow. Weiterhin unterstützt Dr. Mathias Bareis künftig die Arbeit der Hospizbewegung Ratingen. Lesen Sie  gern über die neue Vorsitzende  den Artikel der Rheinischen Post:

http://www.rp-online.de/nrw/staedte/ratingen/glaube-ist-ihr-lebensthema-aid-1.7317480